Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Als Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Nahrungsmittelunverträglichkeitsreaktion (engl.: adverse reactions to food) werden nach Definition der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) im Jahre 1994 folgende Reaktionen nach Nahrungsaufnahme bezeichnet:

  • toxische Reaktionen: Lebensmittelvergiftungen
  • nicht-toxische Reaktionen
  • nicht-immunologische Reaktionen
  • enzymatische Intoleranzen
  • pharmakologische Intoleranzen
  • Intoleranzen auf Nahrungsmittelzusatzstoffe
  • immunologische Reaktionen
  • IgE-vermittelt: Nahrungsmittelallergie
  • IgE-unabhängig (IgA oder IgG-vermittelt): Zöliakie

Im engeren Sinn erfasst der Begriff und insbesondere die synonym gebrauchte Bezeichnung Nahrungsmittelintoleranz nur Unverträglichkeitsreaktionen ohne toxischen und / oder allergischen Hintergrund.

Therapie, Vorbeugung

Die Therapie der Wahl besteht im Weglassen der verantwortlich gemachten Lebensmittel. Ein Problem sind Hochrisiko-Säuglinge, die aus verschiedensten Gründen nicht ausschließlich an der Mutterbrust gestillt werden können. Hier gibt es eingeschränkte Hinweise, dass eine verlängerte Verabreichung von Säuglingsnahrung bestehend aus hydrolysierten Eiweißstoffen Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Allergien im Säuglings- und Kindesalter im Allgemeinen und das Auftreten einer Kuhmilchallergie im Besonderen) reduzieren kann. Allerdings wird betont, dass weitere gut geplante Studien zur endgültigen Klärung erforderlich sind.
Im Krankenhausbereich sind die (empirisch nicht belegbar wirksamen) organbezogenenen Schonkostformen (Darm-, Galle-, Leber-, Magen- und Pankreasdiäten) nach 1978 von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung und Diätetik an gut 2000 nicht-selektionierten Klinikpatienten durchgeführte Befragung zugunsten der heute üblichen leichten Vollkost (oder gastroenterologischen Basisdiät) verlassen worden. Dabei wird auf jene Nahrungsmittel verzichtet, die bei über 10 Prozent der Befragten nach deren Angaben Beschwerden auslösten. Dies sind (in Klammer die Häufigkeit der Angaben in Prozent):

  • Hülsenfrüchte (30,1)
  • Gurkensalat (28,6)
  • fritierte Speisen (22,4)
  • Weißkohl (20,2)
  • kohlensäurehaltige Getränke (20,1)
  • Grünkohl (18,1)
  • fette Speisen (17,2)
  • Paprika (16,8)
  • Sauerkraut (15,8)
  • Zwiebeln (15,8)
  • Wirsing (15,6)
  • hartgekochte Eier (14,7)
  • Bohnenkaffee (12,5)
  • Mayonnaise (11,8)
  • Geräuchertes (10,7)

Quelle: Wikipedia

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