Bio-Hotels – Urlaub mit unbeschwertem Genuss

Ein Urlaub ist für Betroffene wegen der Essensproblematik meist alles andere als erholsam. Darum bieten einige wenige Hoteliers den Service, dass Gäste individuell auf sie zugeschnittene Kost bekommen können. So zum Beispiel der Leutascherhof, ein Bio-Hotel im sonnigen Tirol: Einige Mitglieder der Gastfamilie Wandl leiden selbst unter Nahrungsmittel-Intoleranzen. Daher weiß man hier genau, wie wichtig es ist, Sorgfalt und Umsicht auf die Essenszubereitung zu verwenden. Im Leutascherhof sind Profis mit fundiertem Hintergrundwissen am Werk, die sich bemühen, jedem Gast ein individuelles Ernährungsprogramm zu bieten. So können Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranz endlich einen rundum sorglosen Urlaub genießen – mit feinen Speisen, die sie gut vertragen.

Lebensmittel-Unverträglichkeit (Nahrungsmittel-Intoleranz)

Manche Menschen haben es wirklich nicht leicht. Gesundheitliche Schwachpunkte kennt jeder, doch einigen wird eine der schönsten Beschäftigungen der Welt regelrecht vergällt: das Essen. Da genießt man ein paar Rosinen und schon bläht sich der Bauch zu ungeahnten Größen auf. Ein Glas Milch und der Gang zur Toilette wird zum Rennen gegen die Zeit. Es kommt auch nicht selten vor, dass der Verzehr von Äpfeln hämmernde Kopfschmerzen hervorruft. All diese Symptome lassen sich häufig auf eine Ursache zurückführen: Auf eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.

Nahrungsmittel-Intoleranz ist keine Nahrungsmittel-Allergie!

Irrtümlicherweise wird eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit meist mit einer Allergie auf bestimmte Lebensmittel gleichgesetzt. Verständlich, denn die Symptome sind in der Regel gleich oder sehr ähnlich. Nicht umsonst sprechen deshalb Experten im Hinblick auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten auch von „Pseudo-Allergien“. Zwischen einer Intoleranz und einer Allergie bestehen aber wichtige Unterschiede:

  • Eine Allergie gründet immer auf einer Hypersensibilität des Immunsystems auf gewisse Bestandteile (Allergene), die sich in der Nahrung befinden. Diese Bestandteile werden mit gefährlichen Fremdstoffen wie Bakterien oder Viren verwechselt, die der Organismus dann aufs härteste bekämpft. Das ruft die unangenehmen Symptome hervor, nicht immer sofort, sondern oft auch erst verzögert.
  • Hingegen hat eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln nichts mit der Immunreaktion zu tun. Viel mehr ist der direkte Kontakt des Nahrungsmittels selbst mit dem Körpergewebe für die Leiden der Betroffenen verantwortlich. Körpereigene Enzyme, die für den Abbau einzelner Substanzen in der Nahrung sorgen, sind entweder gar nicht vorhanden oder werden vom Körper nicht in ausreichender Menge produziert. Darum treten die Symptome einer Nahrungsmittel-Intoleranz auch unmittelbar nach dem Verzehr auf, spätestens aber zwei Stunden nach dem Essen.

Der wesentliche Unterschied liegt also in der Ursache und dem Moment des Auftretens der Beschwerden. Zudem müssen bei einer Allergie bestimmte Lebensmittel rigoros vom Speiseplan gestrichen werden, bei einer Unverträglichkeit sind wenigstens noch kleine Mengen verträglich.

1. Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit)

Von einer Unverträglichkeit gegen Milchzucker (Laktase) sind ca. 15 % der Deutschen betroffen. Betrachtet man die Laktose-Intoleranz global, sind es sogar 75 % der Weltbevölkerung. Das Problem betrifft das Enzym Laktase, welches den Milchzucker im Darm spaltet, um ihn dann verwerten zu können. Produziert der Körper zu wenig oder gar keine Laktase, kann die Laktose in der Nahrung auch nicht abgebaut werden. So gelangt der Zucker ungespalten in den Dickdarm, wo sich Darmbakterien von ihm ernähren und Gärungsprozesse in Gang setzen. Die Folge: Blähungen, Durchfälle und Bauchgrimmen.

Die Ausprägung der Laktose-Intoleranz ist allerdings von Mensch zu Mensch verschieden. Jeder Betroffene muss selbst ausprobieren, wie viel Milchzucker bzw. welche Milchprodukte noch vertragen werden.

2. Fruktose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit)

Unter Fruktose versteht man diejenige Zuckerart, die jedem Obst seine schmackhafte Süße verleiht. Der Fruchtzucker gelangt über ein Transporteiweiß aus dem Darm ins Blut, wo er dann an die Organe verteilt wird. Allerdings sind die Mengen, die so ein Transporter tragen kann, recht begrenzt. Aus diesem Grund verträgt jeder Mensch Fruktose nur in Maßen. Bei über 30 % der Deutschen ist der Transporter jedoch nicht mehr richtig intakt, er ist in seiner Funktion geschwächt. Dadurch kann der Fruchtzucker auch nicht richtig verarbeitet werden, gelangt in den Dickdarm und erzeugt Gärungen. Somit kommt es zu den klassischen Symptomen wie Blähbauch, Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

3. Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit)

Die Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten wird auch als einheimische Sprue oder glutensensitive Enteropathie bezeichnet. Sie gilt als häufigste Ursache für Verdauungsstörungen mit immunologischem Hintergrund. Das Immunsystem der Betroffenen hält Gluten für einen feindlichen Stoff und startet eine Abwehrreaktion in der Darmschleimhaut gegen den unwillkommenen Eindringling. In der Folge finden Entzündungsreaktionen im Darm statt. Dadurch wird die Dünndarmhaut geschädigt, was nicht unbedingt zu Beschwerden führen muss, sicher aber zur beschränkten Aufnahme von Nährstoffen. Ist die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe begrenzt, stellt sich ein Nährstoffmangel ein, der Durchfälle, Gewichtsverlust, fettige Stühle, Blutarmut, Osteoporose, Unfruchtbarkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Gelenkschmerzen hervorruft. Zöliakie-Patienten müssen konsequent und lebenslang auf glutenhaltige Lebensmittel (Bsp. Roggen, Weizen) verzichten. 

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